Vorgehen bei Zeckenstich

Obwohl den Giftnotruf regelmäßig Anfragen zu Zeckenstichen erreichen, haben diese nichts mit einer Vergiftung zu tun. Es handelt sich dabei in der Regel um den Stich des Gemeinen Holzbocks (Ixodes ricinus). Wie auch bei blutsaugenden Insekten (z.B. Mücken und Bremsen) enthält der Speichel der Tiere Wirkstoffe, die die Gerinnung des gesaugten Blutes verhindern. Darüber hinaus wirkt der Speichel schmerzlindernd (analgetisch) und entzündungshemmend (antiinflammatorisch), sodass der Einstich in der Regel nicht bemerkt wird. Es besteht jedoch eine Gesundheitsgefährdung, da Zecken über ihren Speichel die Erreger der gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder der Lyme-Borreliose übertragen können.

Deshalb sollten Zecken so schnell wie möglich entfernt werden, z.B. mit einer Zeckenzange. Außerdem sollte bei Hautrötung oder anderen Symptomen ein Arzt aufgesucht werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Gesundheitsgefährdung durch Zecken.

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